Motto 2017: Philosophische Rezepte
- von Mona Leone
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- 10 Okt., 2016
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Dreh und Fotoshooting in Spanien steht vor der Tür. Das Resultat bekommt ihr nächstes Jahr zu sehen, doch eine Preview …Weiterlesen →
Dreh und Fotoshooting in Spanien steht vor der Tür. Das Resultat bekommt ihr nächstes Jahr zu sehen, doch eine Preview gibt’s jetzt: Leckere, neue, interessante und vernünftige Rezepte künstlich angereichert nur in ihrer Ästhetik, Textur und Farbe – 2017 here I come!
Was für eine Woche. Aber solche Wochen haben sich längst gehäuft, wer kennt das nicht. „Entschleunigen“, sagt Silke, aber das Umsetzen beim Thema Plancha? Da geht doch alles so extrem schnell, Turnschuhe muss man anhaben
, schreibe ich doch dauernd, Vorbereitung als Schlüssel zum Glück
, blablabla. Entschleunigen bei etwas, das superschnell ist?
Herausforderung angenommen. Aufgabe der Woche war Rezeptentwicklung. Übernächste Woche drehen wir in Spanien die Youtube-Rezepte fürs nächste Frühjahr, und da will ich euch ja mit was Schönem beglücken.
Rezeptarbeit fällt mir nicht leicht. Das stresst mich, weil ich stets aus dem Handgelenk koche, etwas hiervon, etwas davon, spontan noch damit angereichert, und dazu mein schlechtes Erinnerungsvermögen, da weiß ich bis zum Aufschreiben gar nicht mehr, was ich rein habe. Mein Block ist immer total verschmiert, mit Pfeilen übersät, Querbeetnummerierung und rein vom Schriftbild her, habe ich eh den Beruf verfehlt, Arzt wäre passender gewesen.
Wobei es ja nicht so ist, dass man eines schönen Tages in Vorbereitung zum Rezeptedreh wild einkaufen geht und dann einen Plancha-Mammuttag einlegt in der Hoffnung, es springt was Vernünftiges bei raus. Grob weiß man zum Glück, was man kommunizieren will und wer meinen Blog regelmäßig liest, den werden meine neuen Rezepte ohnehin nicht überraschen, denn an sich sind sie logisch bzw. entstammen dem, was mich zuvor inspiriert hat. Und sicher, ich nehme mir immer vor, bei Gelegenheit dann alles zu verfeinern, aber das passiert dann irgendwie nie und im Nu steht das Shooting vor der Tür (wie jetzt!) und das Feintuning wird unausweichlich. Dann kommt besagter Block zum Zuge, außerdem lade ich mir zum Testen das Haus voll ein, denn 1) schätze ich ein buntes Meinungsbild und 2) kann realistisch nicht in kleiner Menge gegart werden, 3) hasse ich Verschwendung und 4) bedeutet Plancha immer Geselligkeit. Aber die Aktion finde ich wie gesagt im Resultat dann schon stressig.
Silkes Wort in Monas Ohr sollte das letzte Woche also anders werden. Wie entschleunigt man?
Gute Frage. Vorbereitung und Organisation, denkt ihr doch bestimmt jetzt alle J Prävention, also vermeiden, was später Stress verursacht, dazu ist es wie gesagt schon zu spät, also konzentriere ich mich aufs Denkspiel, auf das ich immer Lust habe. In Ruhe beim Kaffee, Herbstsonne im Nacken, knöpfte ich mir also meine Ideen vor, die anfangs immer schon dem Kriterium „lecker“ entsprechen, das ist nie mein Problem.
Mein erstes Sieb ist dann „neu“ und da fällt dann schon immer ein Großteil raus. Nudeln kommen euch doch bestimmt schon zu den Ohren raus. Wobei ich mich an dieser Stelle immer frage, ob das stimmt. Kommen euch meine Nudeln zu den Ohren raus? Denn nur weil ich bei jedem Showcooking, in jedem Interview, in jeder Plancha-Vorstellung von Nudeln spreche, weil sie eben so deutlich den Unterschied zum Barbecue herausstellen, heißt das ja nicht, dass da neue Rezeptideen nicht gefragt wären. Nudeln schmecken schließlich den meisten (die ich kenne). Also beschloss ich dieses Mal, Nudeln wegzulassen.
Mein dritter Filter: „Interessant“, klar doch. Wenn ich das Gericht nicht interessant finde, aus welchem Grund auch immer, dann setze ich’s euch nicht vor. Basta.
Ähm Stop, ein paar Rezepte mehr sollen’s dann doch sein. Ganz schön schwierig, dieser Ralf-Filter, und ganz ehrlich, über „Vernünftig“ lässt sich ewig diskutieren, selbst mit einem selbst, versucht das mal!
Irgendwann stehen dann die Rezepte fest, wobei für mich die Arbeit dann darin steckt, jedes für sich ästhetischer zu machen (denn das juckt mich an sie nie), in der Textur ansprechend (haben ich von den großen Köchen gelernt), und die Farben müssen stimmen (wissen sogar die in den Kochshows).
Textur ist meist schnell gelöst. Mit der Ästhetik tue ich mich echt schwer. Da geht man geistig die Möglichkeiten durch, Verzieren kommt mir immer als erstes in den Sinn. Wer sich Food-Bilder ansieht, dem sind bestimmt die ganzen Blüten aufgefallen, die früher noch in der Vase auf dem Tisch standen. Gefällt mir natürlich auch, aber auf jedem Teller brauchen sie nicht zu sein. „Klein ist süß“, liegt mir wie ihr wisst gar nicht – so Mini-Portionen mögen hübsch aussehen, aber die sind für mich nicht echt! Deswegen präsentiere ich am liebsten auf der Plancha oder serviert in Schüssel bzw. auf der Servierplatte, „Family Service“ nennt sich das gastronomisch, aber da sich mein Gastro-Vokabular selten aufs Deutsche ausdehnt, kann ich euch leider kein adrettes Äquivalent bieten. Familienportion hört sich einfach nicht so schön an.
Ich kann’s nicht ändern, ich verkaufe Planchas
und bin kein Koch. Mein Essen wird einfach nie so hübsch aussehen, wie das von Chris. Sicher, er hat jahrelanges Üben voraus, aber ich glaube, das steckt in Dir, oder eben nicht. Er „sieht“. Um sich. Im Sommer am Strand beim abendlichen Essen geht er einmal den Strand entlang und im Handumdrehen liegt die Mortadellaschnitte angerichtet auf der Holzplanke, Muschelsplitter dekorativ drappiert, und was an sich billig und nach Müll aussieht, wird in seiner Hand zum Kunstwerk.
Aber man kann nur man selbst sein, denn wenn man das nicht ist, bleibt kein anderer übrig. Rebellisch bleibe ich also bei Brauntönen, großen Portionen, und einfachen Lösungen. Herrlich, wie schön alles zu Verargumentieren, meine absolute Stärke sagte schon mein Freund Dusan, der jetzt leider starb. Und hier schließt sich auch mein Kreis zum Ausgangspunkt Entschleunigen. Denn wozu sich stressen mit Dingen, die einem nicht liegen. Das ist kein Freibrief zum Faulsein, das meine ich nicht. Aber außer zum Tippen taugen meine Hände nicht viel, Ausschneiden ist eine Qual und beim Ballfangen stellt sich stets die Frage „Nasebrechen oder den Finger“. Ich kann das alles nicht. Keine faule Ausrede sondern Realität. Mein Kopf ist da besser, zum Glück, und der findet, dass es Wichtigeres gibt. Meine Rezepte sind durchdacht, immer vorbereitet, und gewöhnlich von Argumenten begleitet, die euch das Leben leichter machen sollen.
Deshalb mein Trend 2017? Philosophische Rezepte. Zu wissen, dass Vieles besser geht aber keine unnötige Energie in Details zu verschwenden, die einem nicht liegen. Grobe Faux-Pas ausmerzen, aber sich ansonsten lieber daran erinnern, wer man ist, was einen beeinflusst und vor allem wer und warum, denn ob Du’s glaubst oder nicht: So isst Du!
Eure,
Mona Leone, Plancha-Botschafterin
#monaleone
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Wäre toll, den ein oder anderen dort zu sehen, sprecht uns an!
Eure,
Mona & Chris








